Methoden für ein Persönliches Wissensmanagement

Ich habe nun einige Methoden für ein persönliches Wissensmanagement kennengelernt (aus dem Buch: „Wissenswege: Methoden für das persönliche Wissensmanagement“, Hrsg Gabi Reinmann, Martin J. Eppler).  Durchaus hilfreich und Struktur kann ja nie schaden :))

Die SQ3R Methode ist eine Lesetechnik und eine Technik zum Zusammenfassen von Texten. Sie besteht aus einer einfachen Schrittfolge, um Texte effektiv zu bearbeiten und zu lesen. Die fünf Schritte sind: Survey (sich einen Überblick verschaffen), Question (Fragen an den Text), Read (auf die eigenen Fragen hin lesen), Recite (ins Gedächtnis rufen, zB Textmarker), Review (Text zusammenfassen).

Das Ethnographisches Interview ist eine Methode, wo eine Reihe von Fragen gestellt werden ohne den/die Befragte/n zu beeinflussen und vorurteilsfrei sein/ihr Wissen zu erkunden. Sie besteht aus verschiedenen Frageformen und Prinzipien. Es werden Frageformen benutzt, um das Wissen von ExpertInnen zu erkunden. Mit Rundumfragen kann man sich zB eine Tätigkeit beschreiben lassen. Mittels Wortverwendungsfrage kann gezielt eine konkrete Situation geschildert werden. Mit der Kontrastfrage kann eine Unterscheidung konkretisiert werden. Mit der Tagesfrage werden über konkrete Arbeitsabläufe und Kontexte gesprochen. Hilfreich sind auch die 6 W-Fragen: Warum, wer, was, wie, wann und wo. Für die wie-Frage kann ein Fragebaum eingesetzt werden. Dieser kann zur Vorbereitung verwendet werden zB auf drei Ebenen: Fokus des Gesprächs, Hauptfragebereich und eigentliche Fragen auf dritter Ebene.

Mit dem Perspektivendiagramm kann man sich neuem Wissen nähern. Es ist eine Methode zur Wissensexplizierung, die vier Perspektiven auf das Thema wirft: Vorkenntnisse, offene Fragen, positive und negative Erwartungen. Man unterteilt dazu ein Rechteck in vier Teile: im oberen Teil „eigene Fragen“, unten „Vorwissen zum Thema“, rechts „positive Erwartungen und links „negative Erwartungen an das Thema.

Eisenhower Matrix und TRAFing wird dazu verwendet, mit viel eingehender Informationen umzugehen und diese nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu strukturieren. Die vier Felder der Matrix können mit der TRAFing Methode kombiniert werden. Eingehende Informationen werden danach entweder gelöscht (trash) oder weitergeleitet (refer) oder sofort bearbeitet (act) oder abgelegt (file) werden.

Mit Mind Mapping werden Informationen rasch und kreativ gesammelt und strukturiert. Es ist eine von Zentrum ausgehende Visualisierungsmethode, um Informationen hierachisch mittels Stichwörtern auf Ästen zu strukturieren. Farben und Symbole regen das kreative Denken an. Eine MindMap wird in fünf Schritten erstellt: das Thema kommt in die Mitte, mit Ästen werden die Unterthemen angelegt und weitere Unterthemen als dünnere Äste dargestellt. Mit Farben und Symbolen kann strukturiert werden und mit Linien kann man Einträge, die in wichtiger Beziehung zueinanderstehen, verbinden.

Information Mapping ist eine Methode, um Texte systematisch zu gestalten und wissensintensive Anweisungen verständlich zu formulieren. Es basiert auf einem fünfstufigen Vorgehen und zwei neuen Informationseinheiten (Blöcke und Maps), sieben Informationstypen und vier Gestaltungsprinzipien. Ein Block befasst sich mit einem Thema und repräsentiert einen Grundgedanken und hat stets einen Titel. Eine Map besteht aus mehreren zusammenhängenden Blöcken zu einer Thematik.