In der Mitte des ersten Semesters -Halbzeit

Ich stelle mir vor, ich spielte Fußball und ginge jetzt mal mit dem Team in die Kabine. Halbzeit -durchschnaufen – Rückblick und auf die zweite Halbzeit vorbereiten.

Als ich dieses Blog begann, schrieb ich über meine Gedanken wieder Studentin zu sein. Ich tat mir schwer, die Website zu bedienen, Themen zu finden, die ich posten möchte. Heute bin ich natürlich noch immer kein Profi, weit entfernt, aber ich öffne die Site wie selbstverständlich, kann die basics und muss nicht ewig damit verbringen, Funktionen zu suchen. Themen fielen mir zwischenzeitlich auch viele ein, ohne Qual des Kramens in den tiefsten Hirnwendungen.

Ich habe also bereits gelernt, rückblickend sehr viel für nur eine Halbzeit. Da waren auch die ersten Prüfungen, digital! Vorher kam aber das Lernen und es war wirklich hart. Eine ganze Urlaubswoche für drei Prüfungen. Allerdings sei gesagt, dass wir drei Prüfungen innerhalb von zwei Tagen hatten. Völlig verschiedene Stoffgebiete! Zu Anfang dachte ich noch, dass das kein Problem sein könnte. Oh, du kannst nicht vorstellen, wie ich mich irrte. Ganz entspannt die ersten Folien, ganz erwachsen die Einteilung des Stoffes auf die zur Verfügung stehenden Tage und ganz abgehoben „vieles davon weiß ich ja ohnehin“.

Erster Tag – mal lesen. Zweiter Tag – mal schauen, was ich mir gemerkt habe. Und das war der Moment des bösen Erwachens: gar nichts, einfach so als ob ich die Folien zum ersten Mal sehe. Und am Abend des zweiten Tages waren sie da, die Zweifel, die Fragen, warum ich das mache, warum ich nicht mehr lernen kann? Der dritte und der vierte Tag gingen vorbei und dann nahte der Weg nach Eisenstadt. Irgendwann in diesen Tagen hatte ich aufgegeben und irgendwann hatte ich wie früher bis spät in die Nacht weiter gemacht und dann saß ich dort. Laptop an, einloggen und die Zeit läuft.

Und siehe da, ich konnte mich erinnern. Bei der zweiten Prüfung – schon zu später Stunde – war ich bereits erschöpft von der ersten und wirklich nervös. Sogar so, dass meine Hände gezittert haben. Am Abend konnte ich aber lächeln, erstens geschafft, zweitens gelernt. Für mich persönlich gelernt, dass auch mein „altes“ Hirn speicherfähig ist. Viel wichtiger allerdings, dass ich vieles davon anwenden möchte und dass ich stolz bin, nämlich etwas Neues gelernt zu haben.

Das neue Wissen bezieht auf viele Gebiete der ersten Halbzeit und es bleibt spannend. Wirklich anstrengend ist allerdings der Aufwand im Selbststudium. Neben einer 40+ Stunden Woche ist es einfach nicht möglich, sich intensiv mit den Themen zu beschäftigen, was ich sehr schade finde. Das stört mich.

Und zum Schluß: Ich ziehe den Hut vor unserem Team. #MAWM17 ist einfach spitze. Ohne meine KollegInnen fiele es schwer. Meine Erfahrungen mit den Kolleginnen der letzten Gruppenarbeiten waren auch unbeschreiblich positiv.

Jetzt muss ich wieder raus. Anpfiff zweite Halbzeit.

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